Leserbriefe : Sodann sollte ehrlicher sein

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„Muss ich noch etwas sagen?“

vom 5. Juli 2006 und

„Sodann bleibt Ehrlicher“ vom 7. Juli 2005

„Rein in die Pantoffeln – raus aus den Pantoffeln.“ Mit dieser Einstellung hat sich der Schauspieler Peter Sodann, der im „Tatort“ einen Kommissar mit dem vielsagenden Namen Ehrlicher spielt, für sich und alle, die ihn können und mögen, keinen guten Dienst erwiesen. Ich schließe mich der Auffassung vieler Journalisten an, welche meinen, dass Peter Sodann durch seine Entscheidung, für die WASG auf der Liste der PDS zu kandidieren, mit „Berufsverbot“ bzw. Repressalien rechnen musste.

Jedoch der Meinung, dass dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) kein Vorwurf gemacht werden kann, weil er Peter Sodann als Tatort-Kommissar vom Sender nehmen wollte, schließe ich mich nicht an. Ich glaube eher, wenn er einer der Blockparteien (SPD, CDU, FDP, Bündnis 90/Die Grünen) beigetreten wäre, dass dann die Anfeindungen nicht ganz so groß gewesen wären. An dieser Stelle erinnere ich an die politische Karriere von Rolf Hoppe bei der Partei „Die Grauen Panther“ in Sachsen. Damals kam vom MDR keine Mitteilung, dass man ihn eine Weile vom Sender nehmen wird, weil das MDR-Regelungen eben nun mal so vorsehen.

Sei es, wie es sei: Der „Ehrlicher“ mit seinen 69 Jahren hat jetzt den Weg des geringsten Widerstandes eingeschlagen beziehungsweise handelt er nun nach der Devise „Lass mich hinter den Baum, du Feigling“, und das finde ich sehr schade. Schließlich brauchen wir ganz dringend ehrliche und aufrichtige Politiker, die zu ihrem (Ehren-)Wort stehen.

Erhard Jakob, Pulsnitz

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