Leserbriefe : Spenden direkt an die Pfarrer

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Betrifft: „Brot für den Kardinal“ vom 6. Dezember 2003

Nun hat sich Kardinal Sterzinsky mit Briefen an die Katholiken gewandt und um Spenden für das in Not geratene Bistum gebeten. Die Spenden in empfohlener Höhe von 50 Euro sollten – so die Kalkulation – 10 Millionen erbringen. Die bischöflich zu verantwortende Misswirtschaft hat mit der enormen Verschuldung bereits zu schweren Schäden geführt. So wurden unter anderem das Priesterseminar abgeschafft, das Exerzitienhaus und das CarlSonnenschein-Haus geschlossen und die Immobilien verkauft. Weiterhin sind Zusammenlegungen von Gemeinden, die Streichung von Küster-, Gemeindereferenten- und Kirchenmusikerstellen und – was wohl das Schlimmste ist – Kürzungen beim Religionsunterricht bereits beschlossen. Letzteres könnte dazu führen, dass wir demnächst nur noch islamischen Religionsunterricht an den Berliner Schulen haben. Kann man da noch Vertrauen haben? Wir alle sehen, was Not tut. Kleine Beträge, die wir erübrigen können, sollten wir direkt unseren Gemeinden zukommen lassen, damit die Pfarrer die aufgrund der Misere höchst unsozial freigestellten Küster und Organisten für ihre weiterhin geleisteten Dienste wenigstens geringfügig entschädigen können.

Regina Bober, Berlin-Staaken

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