Leserbriefe : Sprachlos ist die Mehrheit

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„Das geteilte Land“ vom 14. Mai 2006

Mich würde interessieren, was dafür spricht, dass dieses „Nation-Building“ gelingen kann. Weder die Mentalität der überforderten und zunehmend gereizten einheimischen Bevölkerung noch die unwillige Haltung vieler Zuwanderer machen mir Hoffnung. Bildungsprobleme und berufliche Perspektivlosigkeit kommen hinzu! Zu berücksichtigen ist auch, dass die Zuwanderung der letzten 30 Jahre sich gegen den Willen der sprachlosen Mehrheit vollzogen hat. Das ist ein gravierender Unterschied zu echten Einwanderungsländern wie Kanada oder Australien. Ich fürchte, wir kommen der realistischen und bestürzenden Zukunftssicht weit näher, wenn wir den Trend zu einer Teilung des Landes in unterschiedliche ethnische und kulturelle Viertel fortschreiben und eine Art von Teilung tatsächlich für realistisch halten. So weit sind viele Zeitgenossen heute gedanklich noch nicht …

Natürlich ist es unser aller Aufgabe, dies zu verhindern, wenn wir so etwas wie ein Gemeinwesen erhalten wollen. Gelingt dies nicht, so sähe es sehr trübe aus! Hoffen wir, dass die Politik hier nicht noch einmal so kläglich versagt wie in den letzten Jahrzehnten.

Joachim Eifler, Birkenwerder

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