Leserbriefe : Stalinistisches Unrecht ernsthaft ahnden!

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Betrifft: „Die Mauer in die Köpfe“ vom 10. August 2003

Beachtenswert ist, dass im 14. Jahr des Mauerfalls man mit einer Auflistung der überhaupt noch vorhandenen Mauerreste beginnt und diese zum Denkmal, zum Weltkulturerbe, zu erklären beabsichtigt. Wenn man die Abrisswut der frühen 90er Jahre, die Schwierigkeiten, einige Wachttürme, ein paar Meter im Original in der Bernauer Straße zu erhalten, nachvollzieht, so ist dies zu begrüßen. Die rotrote Koalition, Wolfgang Brauer (PDS) unterstützt durch Brigitte Lange (SPD), begegnen mit Honnecker-Parolen diesen Absichten. Diese Mauer war eine Bankrotterklärung eines sich marxistisch nennenden Regimes, dessen Bankrott durch eben diese Mauer 28 Jahre verzögert wurde. Wann werden die Verbrechen stalinistischer Machthaber sowie Ihre Unterdrückungsapparate ähnlich ernsthaft bewertet wie die Verbrechen des Nationalsozialismus? Eine Verharmlosung sollte juristisch ebenso geahndet werden wie eine Verharmlosung der Verbrechen des Nationalsozialismus!

Hartmut Richter (Bund Stalinistisch Verfolgter), Berlin

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