Leserbriefe : Statistik ist Interpretationssache

„Mieten in Berlin werden deutlich teurer / Steigerung um 2,8 Prozent – und damit mehr als die Verbraucherpreise /

Aufschläge bei Neuvermietungen“

von Stefan Jacobs und Ralf Schönball

vom 24. November

Wo Maren Kern, Vorstandsmitglied des Wohnungsverbandes, diese Prozentzahlen her hat, ist mir schleierhaft. Und was heißt „gemessen an der Kaufkraft“?, das möge mir jemand mal erklären. Ich zähle mich zu den Durchschnittsmenschen mit einer Durchschnittsrente und bezahle bereits 16 Prozent meines „verfügbaren“ Einkommens für Kranken- und Pflegeversicherung sowie 37 Prozent (!) für die Miete (bruttowarm, und nur das zählt, da es die tatsächlichen Kosten spiegelt). Schön wärs wenn ich nur 12,3 Prozent fürs Wohnen aufbringen müsste. Ja, dann hätte ich größere Kaufkraft. Und an der gemessen könnte ich dann mehr fürs Wohnen ausgeben. Nur tue ich das schon seit langem, und der „verfügbare finanzielle Rahmen“ ist dementsprechend eng, da nicht nur vieles teurer wird, sondern neben der Miete auch noch andere notwendige Ausgaben für das tägliche Leben bestehen. Der alte Spruch hat wohl noch bestand, „Trau nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast“.

Gerd Hoffmeister, Berlin-Schöneberg

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