Leserbriefe : Sterbehilfe muss öffentlich diskutiert werden

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„Ich möchte über mein Ende selbst bestimmen“ vom 22. Januar 2006

Frau Redmann ist gut informiert und Ihre persönliche Betroffenheit fördert mein Verständnis für ihre persönliche Konsequenzaus den differenziert beschriebenen komplexen Problemfeldern. Da dies an öffentlichkeitswirksamer Stelle geschieht bedarf es aber der Diskussion! Aber ist Frau Redmann klar, dass ein Recht darauf, getötet zu werden, für sozial denkende Menschen auch gesellschaftlich oder individuell die Pflicht induziert, dies nun auch zu „wünschen“? Wer will schon anderen zur Last fallen? Unter ärztlich-ethischen Gesichtspunkten gleicht das dem Öffnen der Büchse der Pandora.

Dr. med. Johannes Decker,

Berlin-Friedenau

Ich danke Ihnen und Frau Redmann sehr für den Abdruck dieses offenen, sachlichen und nicht polemisierenden Artikels zum Thema Sterbehilfe. Ich würde mir sehr wünschen, wenn dieser Artikel große Verbreitung finden würde und zu einer versachlichten Diskussion dieses Themas führen würde.

Marcus Zacharias, Hamburg

Ein Bravo für den Tagesspiegel, dass er diesen erschütternden Essay veröffentlicht hat. Nur einem starken Druck in der Öffentlichkeit und in den Medien wird es vielleicht gelingen, die geschlossene ideologische Front fast aller Parlamentarier (außer der FDP!) und der Bundesärztekammer aufzubrechen! Seit 20 Jahren liegt der Alternativentwurf Sterbehilfe vor, der von namhaften Ärzten und Juristen als Gesetzentwurf erarbeitet wurde, aber nicht einmal der ärztlich begleitete Suizid wurde – wie zum Beispiel in der Schweiz – hierzulande bisher legalisiert. Leider aber sind unsere Abgeordneten zu indoktriniert oder zu feige, den Wunsch von 70 Prozent der Bundesbürger ernst zu nehmen.

Dr. med Arne A. Kollwitz,

Berlin-Schlachtensee

Wie kommt eine Gesellschaft zu dem Gedanken, Ärzten, die seit Jahrhunderten forschen, um Krankheiten zu besiegen, also unser aller Leben zu verlängern, die aktive Tötung der nun als Ergebnis der Forschung älter gewordenen Menschen zu dekretieren?

P.G. Winfried Hochgrebe,

Berlin-Spandau

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