Leserbriefe : Steuermindernde Kapitalanlagen dienen dem Gemeinwohl

-

Betrifft: „Was müssen Reiche leisten?“ vom 19. November 2002

Ich finde diesen Artikel wichtig, ausführlich und gut. Jedoch habe ich zu dem Satz „Natürlich gilt auch bei der Besteuerung, dass Reiche mehr Möglichkeiten haben, ihr Geld vor dem Finanzamt zu retten als Normalverdiener. Etwa durch steuermindernde Kapitalanlagen“, eine Anmerkung zu sagen. Das hört sich sehr negativ an und suggeriert etwas Böses. Dabei ist es doch staatsgewollt, dass ein Steuerzahler frei entscheiden kann ob er Steuern zahlen will, oder in steuerminderne Kapitalanlagen investiert. Was dient denn dem Gemeinwohl mehr? Wenn der Staat Steuern einnimmt? Oder wenn er keine einnimmt, dafür aber Arbeitsplätze geschaffen werden, die Kaufkraft schaffen und wiederum Steuern einbringen? Ich denke, das hält sich die Waage, tendiere aber selbst für den zweiten Fall.

Das weiß auch der Staat. Deswegen erlaubt er, in steuermindernde Kapitalanlagen zu investieren. Wenn jedoch steuerminderne Kapitalanlagen keine Arbeitsplätze schaffen oder sonst wie dem Gemeinwohl dienen, ist etwas faul. Dann ist die Politik gefordert, dann muss das verboten werden.

Reiner Gomann, Berlin

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben