Leserbriefe : Straßen sind für alle da

Betrifft: „Senat gibt Straßen für Radler frei“ vom 9. August 2003

Dankenswerter Weise haben Sie dieses Thema auf Seite 1 des Lokalteils gesetzt. Wichtig ist, dass die Gefährlichkeit der Bürgersteigradwege in das Bewusstsein nicht nur der Politiker, sondern auch der Verkehrsteilnehmer rückt. Negativ aufgefallen ist mir aber der Satz: „Nun werden wohl noch mehr Radfahrer auf den Straßen fahren.“ Ich fürchte, da steckt das typische Autofahrerdenken dahinter, dass Radler auf der Straße nur den Verkehrsfluss stören. Ich empfinde es als Normalzustand, wenn sich innerörtlich alle Fahrzeuge die Fahrbahn teilen und dabei Rücksicht aufeinander nehmen. In letzter Zeit musste ich leider beobachten, dass immer mehr Erwachsene den Bürgersteig zum Radfahren nutzen (Aus Angst vor Autos?) und die Fußgänger gefährden. Die Radler sollten wieder auf die Straße zurückkehren dürfen und die Autofahrer sich wieder an die „Verkehrshindernisse“ gewöhnen müssen. Schließlich ist Tempo 50 innerörtlich Höchst-, nicht Mindestgeschwindigkeit!

Hans-Peter Tschentscher, Berlin

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