Leserbriefe : Stromgeschäft gehört in die öffentliche Hand

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„Schneechaos – dritte Nacht ohne Strom“ vom 28. November 2005

Es ist verständlich, dass RWE allein dem Wetter die Schuld gibt. Aber die Kritik des Bundes der Energieverbraucher ist sicher auch nicht ganz unberechtigt. Richtig ist, dass die Energieversorgungsunternehmen für die technische und die Versorgungssicherheit deutlich weniger tun als früher. Das liegt an der Verpflichtung, ihr Netz auch anderen Versorgungsunternehmen zur Verfügung zu stellen, denen es nur ums Geld geht. Diese zahlen zwar etwas für die Benutzung der Kabel- und Rohrleitungsnetze, aber wenn ihnen das zu viel ist, wenden sie sich an die Regulierungsbehörde, wo sie meistens Recht bekommen, denn hier sitzen Beamte, für die technische und Versorgungssicherheit nicht so viel bedeuten. Das Sprichwort „Konkurrenz belebt das Geschäft“ trifft nicht zu, wenn es um die Grundversorgung aller Menschen geht. Diese gehört zu den Aufgaben der öffentlichen Hand. Strom sollte elektrisch bleiben und nicht irgendwelche Farben haben.

Dr.-Ing. Jan-Derk Aengeneyndt,

Berlin-Lankwitz

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