Leserbriefe : Tegel darf nicht geschlossen werden

„Lufthansa will nicht nach Asien fliegen“ vom 23. Oktober

Wenn die Lufthansa ihre Asienflüge nicht über den BBI leiten will, ist damit eine wichtige Lebensader für BBI nicht freigeschaltet. Das Einzugsgebiet vom BBI ist 10 Prozent kleiner als Nordrheinwestfalen, hat aber nur ein Drittel der Bevölkerung von NRW. Düsseldorf als Hochburg der Japaner in Deutschland ist für jeden Japan-Flug attraktiver als Berlin. Was aber, wenn ein Berliner nach Japan will. Er muß mindestens eine Stunde vor Abflug nach Tegel, nach einer weiteren Stunde landet er in Düsseldorf oder Frankfurt. Nach zwei weiteren Stunden startet er nach Osten, um genau fünf Stunden nach dem Start in Tegel den Wannsee aus zehntausend Metern Höhe wieder zu sehen. Alle Flüge nach und von Osten lohnen via BBI. Was aber, wenn die Lufthansa 700 Plätze eines A 380 füllen muss ? Dann sind München, Frankfurt oder Düsseldorf angesagt, denen die Inlandsflüge als Feeder dienen. Aus Schönefeld hat sich mit Singapore-Airlines schon längst der letzte Jumbo B 747 verabschiedet. Schönefeld lebt vom Easyjet-Set und anderen Billigfliegern. Die wird man mit hohen Gebühren wie schon jetzt die Privatflieger nach Finow-Eberswalde und Neuhardenberg vertreiben. Ehe das passiert, sollte man vielleicht diese Arbeitsplätze, die in der brandenburgischen Provinz wachsen, lieber dort behalten, wo sie verschwinden werden, nämlich durch einen weiteren Flugbetrieb in Berlin-Tegel.

Manfred Neumann,

Berlin-Lichterfelde

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