Leserbriefe : THEMEN, DIE SONST NOCH BEWEGTEN Küblböck erobert Herzen im Sturm

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Betrifft: „Vom Sinn des Küblböck“ vom 4. August 2003

Dieser Artikel ist unerträglich. Da wird unter dem Deckmäntelchen der klassischen Bildung (armer Sokrates) ganz gezielt Stimmung gegen Daniel Küblböck gemacht. Der vorgebliche Aufruf an die „Küblböckfresser“ zu Toleranz ist doch ein Witz. Wer Daniel Küblböck als kleine Nervensäge, Wicht, quäkende Kaulquappe, bisexuellen Unhold, starkbebrillten Pausenclown und bald verglühende Sternschnuppe bezeichnet, dessen Menschlichkeit sich allenfalls durch Genanalysen erweist, und ihn dann doch in Zusammenhang mit Hitler und Terrorismus bringt, der leistet den schlimmsten AntiGelüsten Vorschub. „Na, wird nicht mehr lange dauern, dann bist du weg vom Fenster, finito, futschikato“ - dass hier nicht offen zu Gewalt aufgerufen wird, ist wohl nur dem Umstand zu verdanken, dass es sich nicht um ein anonymes Pamphlet, sondern einen Artikel in einer bekannten Tageszeitung handelt. So weit will man dann wohl doch nicht gehen.

Ihr Schreiber scheint viel auf seine klassische Bildung zu geben, die bei ihm leider zum zynischen Geschwätz verkommt. Was wirkliche Menschenbildung angeht, ist ein siebzehnjähriger Niederbayer, der die Herzen von Millionen von Menschen im Sturm erobert hat, ihm offenbar um Längen überlegen.

Barbara Bumm, Düsseldorf

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