Leserbriefe : Türkische Frauen müssen geschützt werden

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„Sie tun ihren Kindern keinen Gefallen“ vom 7. April 2005

Ich finde Ihre Serie über türkische Migrantinnen sehr mutig und auch sehr differenziert. Für mich ist das ein sehr positives Beispiel für engagierten Journalismus. Ebenso lese ich immer mit großem Interesse den Wochenrückblick von Suzan Gülfirat. Es klingt gut, was unser Innensenator zur Situation ausländischer Migrantinnen sagt: Wahrung des Grundgesetzes etc. Ich empfehle ihm die Lektüre des Buches von Frau Necla Kelek. In diesem Buch wird deutlich, dass elementare Menschenrechte, wie sie im Grundgesetz formuliert sind, in großem Stil für die bei uns lebenden Migrantinnen nicht realisiert werden. Von einem Politiker erwarte ich, dass er sich für die Gültigkeit der Menschenrechte einsetzt.

Franz Horlacher, BerlinMitte

„Zwei Jahrzehnte Zwang“

vom 7. April 2005

Familien und überfamiliäre Gruppen, durch die Töchter drangsaliert und Söhne erzogen werden, die Schwester zu ermorden oder in der Schule mit dergleichen zu prahlen, müssen per Gesetz zu kriminellen Vereinigungen erklärt, und umgehend ausgewiesen werden. „Ehrenmorde“ sind Fememorde, damit Schwerverbrechen aus atavistischer Gesinnung. Dagegen müssen Töchter, wenn sie drangsaliert werden, weil sie Grundrechte wahren möchten, in diesen Rechten per Gesetz nachdrücklich geschützt werden. Seit Jahrzehnten ist der Gesetzgeber Mitwisser und bleibt mitschuldig, wenn er nicht sofort tätig wird. Liberalität wird verraten, wenn sie mit Libertinage verwechselt wird.

Reinhard Weichert, Berlin-Lichterfelde

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