Leserbriefe : Unrecht bereinigen

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Betrifft: „Warum ist Polen so kompromisslos, Herr Cimoszewicz?“ vom 9. November und „Polen und Deutsche ergreifen die Initiative“ vom 13. Dezember 2003

Egal, wer wen vertrieben hat und warum. Vertreibung von Menschen bleibt immer Unrecht. Auch Polen muss, wie viele andere Länder, begreifen, dass es ein Zentrum geben wird „gegen Vertreibung“. Jeder muss das in Ordnung bringen, was er angerichtet hat. Es gibt keine gerechte oder ungerechte Vertreibung. Seit „Jahrhunderten“ haben Deutsche und Polen friedlich in den Städten und Dörfern zusammengelebt, und so soll es in einem vereinten Europa auch wieder sein. Auch Polen muss sein angerichtetes Unrecht der Vertreibung bereinigen und die Vertriebenen achten, würdigen, anerkennen und als dazugehörendes Volk schützen. Dazu ist Polen eingeladen und verpflichtet.

Ruth Sowalski, BerlinFriedrichsfelde

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