Leserbriefe : Verdrehte Tatsachen

„Auch Mullahs haben ein Recht auf Schutz / Israel droht dem Iran, nicht anders herum“ von Norman Paech

vom 14. November

Ich dachte, dass mit Julius Streicher diese Art von „Geschichtsverdrehung“ ausgestorben ist. Nach der Lektüre dieses Artikels wurde ich eines Besseren belehrt. Nämlich, dass Israel sich darauf eingestellt hat, Iran zu vernichten und nicht umgekehrt.

Mit keinem Wort hat aber dieser Linke erwähnt, dass Ahmadinedschad ebenso wie seine Untertanen aus Regierungs- und religiösen Kreisen wiederholt eines predigten und es noch immer bei jeder Gelegenheit tun, dass Israel ausradiert und eine solche Aktion von allen Muslimen unterstützt werden muss.

Wegen Verzerrung der Wahrheit würde ich nun überlegen, ob gegen ihn eine entsprechende Klage erhoben werden soll.

Artur Brauner,

Filmproduzent und Unternehmer,

Berlin-Grunewald

Dieser Herr Paech verdreht die Tatsachen. Dieser Artikel hat beste „Stürmer“-Qualität und zeigt, was für Kräfte in dieser Partei das Sagen haben.

Es schließt sich der Kreis, wer ganz links ist, ist fast schon rechts.

Werner Kühnemann,

Berlin-Lichtenrade

Auch Norman Paech hat ein Recht, gehört zu werden. So weiß der Tagesspiegel-Leser spätestens jetzt, dass die CDU im Bundestag gut daran getan hat, eine gemeinsame Erklärung mit der Linkspartei zum Antisemitismus zu verhindern.

Norman Paech steht mit seiner Position zu Israel so weit links außen, dass der Leser Orientierungsschwierigkeiten bekommt. Ist er nun noch links- oder doch schon rechtsaußen? Auch Linke-Chef Lafontaine fischt immer wieder gerne in diesem trüben Wählermilieu.

Oder sollte Paechs Ansicht, dass Israels jüngstes Manöver im Mittelmeer eine ungleich größere Bedrohung für den Iran ist, als umgekehrt Ahmadinedschads wiederholte Ankündigung, Israel von der Landkarte zu tilgen, doch massentauglich sein?

Nun warten wir gespannt darauf, welcher Kommunist als nächster einen Beitrag zu „rerum cognoscere causas“ abliefern darf. Vielleicht zum Thema „Gibt es im Kommunismus soziale Gerechtigkeit?“

Margreet Krikowski,

Berlin-Schöneberg

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