Leserbriefe : Versicherungen müssen zu viel Geld für versicherungsfremde Leistungen zahlen

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Betrifft: „Nur nicht alt aussehen“ im Tagesspiegel vom 24. April 2003

Ich verstehe immer noch nicht, weshalb wir Rentner die einzigen Bösen im sozialen Netz sind. Wir haben an allem Schuld, obwohl wir 45 Jahre unsere Beiträge eingezahlt haben und nicht wenig! Wenn Sie nur einen Durchschnittsverdienst von 2000 Euro zu Grunde legen und einen Durchschnittsbeitragssatz von 16 Prozent über die 45 Jahre, hat dieser normale, kleine Rentner 320 Euro mal 540 Monate gleich 172 800 Euro eingezahlt (einschließlich Arbeitgeberanteil). Dieser Betrag, nur mit dem schlechtesten Zinssatz berechnet, würde ungefähr 345 600 Euro ergeben. Wenn Sie nun diese Summe durch 240 Monate (20 Jahre Rente, Alter ca. 85 Jahre, also über dem Durchschnittslebensalter) teilen, ergibt sich eine monatliche Rente von 1440 Euro. Soviel bekommt aber nicht einmal der Durchschnittsrentner.

Woran liegt das wohl? Nur diese Frage zu beantworten, traut sich niemand. Es liegt aber einfach daran, dass die Rentenversicherungen zu viel Geld für versicherungsfremde Leistungen ausgeben müssen, wie zum Beispiel die gesamten Renten für den Osten und die aus den Ostblockstaaten Zugewanderten (also für Versicherte, die niemals einen Beitrag in die Rentenversicherung eingezahlt haben).

Bernd J. Möller, BerlinSteglitz

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