Leserbriefe : Versuch Einheitsschule

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„Im November soll die Berliner Koalition stehen“ vom 4. Oktober 2006

Die SPD in Berlin scheut offenbar akzentuierte Politik, wie sie von den Grünen gefordert wird . Eine Partei, die tatsächlich nur von etwa 15 Prozent der Wahlberechtigten Zustimmung erfahren hat, sollte sich in wahrer Bescheidenheit üben! Wer Grün gewählt hat, äußerte damit aktiv seine Kritik an der Regierung, wer nicht wählte, zeigte die Kritik passiv! Hört man Wowereit in Sachen Bildung, kommt nur die altbekannte Übelkeit auf: Haupt- und Realschule sollen zusammengelegt werden - klingt nach den Diskussionen ums Bildungssystem einleuchtend. Aber: Der Personalschlüssel der Realschulen soll dann gelten.

So wird wieder einmal verfahren nach altbekanntem Muster dieser Regierung: Eine an sich begrüßenswerte Idee wird benutzt, um Kosten einzusparen – die Regierung stellt sich als reformfreudig hin, spart auch noch und beweist gleichzeitig der PDS durch das Scheitern des Vorhabens (ist absehbar wegen mangelhafter Ausstattung): Einheitsschule geht nicht!

Alexander Bungard,

Berlin-Schöneberg

Als nicht parteigebundene, jedoch politisch sehr interessierte Berlinerin habe auch ich mir die Koalition aus SPD und den Grünen gewünscht. Dass Herr Wowereit nun doch mit der PDS koaliert und damit die Einheitsschule in Berlin einführen will, wenn auch als Modellversuch, bringt mich als Lehrerin in Rage. Vielen Dank, Herr Wowereit!

Astrid Miosga, Berlin-Frohnau

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