Leserbriefe : Versunken im Sumpf

Zur Führungskrise in der Berliner CDU

Die CDU hat mit der Abwahl von Friedbert Pflüger eines gezeigt: Es herrscht noch immer der alte Filz von früher, die Partei ist noch immer nicht wählbar. Ich hatte die Hoffnung, dass Friedbert Pflüger die Partei erneuert und den Vorwendefilz endlich komplett wegschafft. Leider war der Filz stärker. Ich denke, die Berliner CDU hat sich damit um jede Chance gebracht bei den nächsten Wahlen auch nur in die Nähe der Regierungsverantwortung zu kommen. Um es mit den Worten des Regierenden zu sagen: „Und das ist auch gut so.“ Auch wenn ich die Schließung Tempelhofs extrem übel nehme, macht Rot-Rot einen guten Job.

Christoph Hensel, Berlin-Karlshorst

Am Wahlabend des 17. Septembers 2006 sagte Friedbert Pflüger: „Die CDU ist wieder da!“ Damals konnte dies aufgrund des schlechten Wahlergebnisses für die CDU niemand glauben. Doch jetzt im September 2008 hat er recht behalten, die Berliner CDU ist tatsächlich wieder da. Allerdings nicht in Siegerlaune um gewonnene politische Schlachten, sondern mit einer eklatanten Personalschlacht.

Alexander Arendt,

Berlin-Friedrichshain

Die Hauptstadt-CDU ist leider ein Sumpf, in den sich hochkarätige Politiker nicht mehr trauen. Kann Frau Merkel tatenlos mit ansehen, dass die „Provinzfürsten“ so die Landespartei systematisch bei knapp 20 Prozent halten?

Ernst-Moritz Krossa,

Berlin-Grunewald

Es gibt einen Hoffnungsträger weniger in Berlin. Dieser sympathische Politiker hatte seine sichere bundespolitische Karriere aufgegeben, um der Berliner CDU in einer schweren Situation beizustehen. Am erstaunlichsten war allerdings, wie schnell Pflüger allein dastand.

Norbert Krebs,

Berlin-Neu-Hohenschönhausen

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