Leserbriefe : Viel Mär

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Betrifft: „Plötzlich waren Zarah Leanders Pelze weg“ vom 25. Juli 2004

Seit Jahren weise ich in meinen Publikationen darauf hin, dass die Geschichte um die Bombardierung der LeanderVilla Am Wildpfad 24 frei erfunden ist und finde es daher bedauerlich, dass sich die Initiatorin der Diven-Tour ausgerechnet der trüben Quelle bedient, der auch ich vor fast 50 Jahren Glauben schenkte. 1958 schilderte mir die Leander, wie es sich tatsächlich abgespielt hatte und wie sie ganz unspektakulär nach der Premiere ihres letzten Films im März 1943 über Rügen und Saßnitz – und nicht per Flugzeug – Deutschland verlassen hatte.

Ihr wertvoller Besitz ist weder gestohlen noch verbrannt, vielmehr schon 1942 nach Schweden transportiert worden. Ab 1941 bewohnte sie übrigens eine Villa an der Max-Eyth-Str.12b, hier ist tatsächlich eine Brandbombe eingeschlagen. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie auch unter www.zarah-leander.de im Internet.

Paul Seiler, Berlin-Schöneberg

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