Leserbriefe : Von West nach Ost ist widersinnig

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Mit Behinderungen ist zu rechnen“

vom 18. Juli 2006

Seit ca. 25 Jahren ist der gemeinsame Unterricht von behinderten und nicht behinderten Schülerinnen und Schülern im Westteil der Stadt entwickelt worden. Teilweise wurden Sonderschulen umgewandelt in Integrationsschulen. Sonderpädagogen, welche zuvor in Sonderschulen unterrichtet hatten, unterstützen zu einem großen Teil die Integrationsmaßnahmen. So besuchen derzeit ca. 70 Prozent aller Schülerinnen und Schüler mit Sonderpädagogischem Förderbedarf in Kreuzberg Schöneberg und Spandau Regelschulen. – Andererseits stagniert der Anteil integrativ unterrichteter Kinder in Hellersdorf oder Marzahn bei circa sieben Prozent. – Es ist absolut widersinnig, aus den gut arbeitenden integrativen Schulen (in denen Gewalt unter Schülern kein Problem darstellt) jetzt Lehrkräfte abzuziehen und in den Ostteil der Stadt zu versetzen. Wenn Personalreserven gesucht werden, sollte nach den Ursachen gefragt werden, die zu einem übergroßen Anteil an von Schülern führen, die im Ostteil der Stadt an Sonderschulen überwiesen werden. Personalreserven für integrativen Unterricht sollten in den Sonderschulen gesucht und mit Fortbildungsmaßnahmen für den integrativen Unterricht genutzt werden.

Prof. Dr. Jutta Schöler, Berlin-Gatow

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