Leserbriefe : Wackelkopf

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Betrifft: „Stoiber. Der Osten ist das Vorbild“ vom 15. Juli 2002

Wenn ich höre und lese, wie Kandidat Stoiber seine alten Ansichten revidiert, um sich wieder neue Wählerstimmen zu sichern, wird mir übel.

Stoiber ist nun auch nicht mehr gegen die Schwulen-Ehe. Das Gesetz von Rot-Grün hatte die Union abgelehnt. Nun ist das eben anders. Da hat ihm seine neue, junge, hübsche, ledige Ost-Mama ins Gewissen geredet. Ja, die Frau Reiche bringt Stimmen.

Und dann hat er ja noch seinen neuen Ost-Experten und Superminister Lothar Späth. Der weiß alles, der kann alles, sagt Stoiber. Da Späth ganz sympathisch wirkt, ist er in der Politiker-Beliebtheitsskala steil nach oben geschossen. Renate Künast, die sich in ihrem schwierigen Job mit fast allen Bauern und deren Verbänden der gesamten EU rumplagen muss (für uns Verbraucher), ist stark abgerutscht.

Ja, der Wähler hat den Überblick. Immerhin, Schröder hat die ruhige Hand, und Stoiber wackelt mit dem Kopf.

Axel Heyn, Berlin

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