Leserbriefe : Warum nicht die einfache Lösung?

-

„Höheres Bußgeld...“ vom 22.4.

Kontrollen sind notwendig. Viel interessanter ist, wie viel gefälschte Fahrausweise als echte anerkannt werden. Trotz der guten Sicherheitsmerkmale der Berliner Fahrausweise. Hier werden echte Millionen Euro„verfahren“. Vielleicht führt eine Strafgelderhöhung eher dazu, dass sich noch mehr Personen dafür interessieren, wo sie perfekt gefälschte Fahrausweise erhalten, und neue „Vertriebsnetze“ der Fälscher werden für diese „wirtschaftlich“. In anderen Großstädten z.B. stammten die gefälschten Fahrausweise aus Asien. In diesen, mit Berlin vergleichbaren, Hauptstädten wird von einer perfekten Fälschungsquote bis zu 30 Prozent ausgegangen und hat mit zur Einführung von einfachen, billigen, nicht fälschbaren Chipkarten geführt, schlagartig stiegen übrigens die Umsätze nach der Chipkarteneinführung an. Natürlich hat jede Stadt ihre ÖPNV- Besonderheiten – aber keine Stadt (Rom, Paris, London, Lissabon, Madrid z.B.)wartete auf eine nationale Lösung, da mindestens 95Prozent der ÖPNV-Nutzer aus der eigenen Region stammen, niemand will mit seinem Einzelfahrausweis von Berlin in Stuttgart fahren, wie denn auch?

Berlin war 1995/6 weltweit in diesem Bereich führend, leider wurden die damaligen Konzepte nicht umgesetzt – vielleicht wird jetzt eine einfache Lösung eingeführt – kombiniert mit einer Staffelung der Strafsätze 40€ beim ersten Mal, 80 beim zweiten und 150 beim dritten Mal.

Dr. Stefan Kissinger,

Berlin-Schöneberg

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben