Leserbriefe : Wenn der Postmann gar nicht klingelt

„Geheimdienstleistung“ vom 1. März

Zwei Dienstleister in diesem Land können Sie nicht anrufen, das sind die Post und die Telekom. Erreicht man bei der „Hotline“ doch mal jemanden, so können auch diese nicht das zuständige Postamt anrufen, um Probleme schnell zu klären, sondern können dort auch nur per Mail nachfragen, die Antwort kommt dann, sowohl bei der Post als auch bei der Telekom, nach circa 14 Tagen per Brief.

Dr. Franziska Fischer,

Berlin-Tempelhof

Herzlichen Glückwunsch zu der tollen Reportage. Das war eine spannende Lektüre, etwas zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Man vergleiche die heutige Situation nur mit der Briefzustellung in Berlin vor 1914 und in den 1920er und 30er Jahren! Im Übrigen bietet auch die Deutsche Telekom Stoff für Glossen, wie wir in den letzten Jahren erleben konnten. Wir kennen jemand, der durch einen Trauerfall plötzlich zum „Dr. med.“ promovierte; ein Titel, der bei dem Telefonanschluss trotz mehrfacher nachdrücklicher Bitten nicht gelöscht, sondern sogar noch an die Tochter vererbt wurde – alles nachweisbar durch Rechnungen der Telekom.

Dr. Werner Rahn, Berlin-Kladow

Vielen Dank für den Artikel von Peter von Becker im „Postamt“ in der

Goethestraße. Vorgestern bekam ich einen Briefumschlag der DHL, der eine blaue Benachrichtigungskarte für mich enthielt. Weder Umschlag noch Karte enthielten eine Absenderanschrift oder gar eine Telefonnummer für Rückfragen, geschweige denn den Namen einer Ansprechperson. Vermutlich braucht es solche Dinge nicht, wenn man nur qualitätstestiert nach ISO Dingsbums ist. Mir wurde mitgeteilt, dass eine Sendung für mich „in der Nachbarschaft“ zugestellt worden ist. Es handelt sich dabei um einen Elektrohandel, der über einen Kilometer entfernt ist. Ich finde dies nicht in Ordnung. Erstens ist es ziemlich weit, und zweitens gibt es ein Postgeheimnis. Vor längerer Zeit hatte ich schon mal versucht, mich bei der DHL über diese Praxis zu beschweren, habe aber nie eine Antwort bekommen. Es ist aber auch nicht so einfach, sich an die DHL zu wenden, wenn diese anonyme Briefe verschickt, auf denen außer drei Buchstaben nichts über den Absender zu finden ist.

Holger Kühne, Berlin-Schöneberg

Ich habe Ihren „Schneckenpost-Bericht“ gelesen. Ist ja wohl nicht zu fassen. Im Ernst! Ich bin deswegen so überrascht, weil hier in der Onkel-Tom-Siedlung alles vorbildlich läuft. Und ich möchte nicht, dass unser Zusteller in einen schlechten Ruf kommt. Ich habe in den letzten zwei Jahren über zweihundert Bücher über Versand bestellt und nie ging was schief. Auch mit der Paketpost nicht.

Uwe-Jens Has, Berlin-Zehlendorf

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