Leserbriefe : Wie der neue Tagesspiegel wirkt

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Da ich eine Abonnentin bin, beglückwünsche ich mich selbst zur ersten Ausgabe. Die ganze Zeitung hat gewonnen. Viel Glück weiterhin (auch in meinem Interesse)!

Siegrid White, BerlinTiergarten

Gratuliere zum neuen Tagesspiegel. Gratuliere zum Fest des Tagesspiegels. Alle waren da – doch wo bleibt der Leser, für den die Zeitung schließlich gemacht wird? Wäre es nicht pfiffig gewesen, stellvertretend für die Leserschaft, fünfzig Abonnenten im Losverfahren auszuwählen und zum Fest einzuladen?

Gisela Bayer, Berlin-Lichterfelde

In den Jubelchor über das neue Gesicht des Tagesspiegels vermag ich nicht einzustimmen. Wie auch andere Leser beklage ich den Wechsel zu anderen Schrifttypen, die sich schlechter lesen lassen. Die Überschriften empfinde ich als misslungen. Vielleicht gewöhne ich mich ja an das Neue. Wenn aber nicht, werde ich wohl nach 45 Jahren ab 2005 eine andere Tageszeitung lesen, was ich bedauern würde.

Bernd Schmidt, Berlin-Lichterfelde

Ich bin seit Anfang 2001 Abonnent des Tagesspiegels. Die vom Tagesspiegel bisher gewohnte Übersichtlichkeit ist erhalten geblieben und an einigen Stellen verbessert worden. Den in einem Leserbrief wiedergegebenen Eindruck, die Zeitung sei zu bunt, kann ich nicht teilen. Die Distanz zur Boulevardpresse wird durch das Layout und zuvorderst durch den Schreibstil deutlich groß gehalten. Nur über die Schriftart für die Überschriften sollten Sie noch einmal nachdenken. Diese wirken etwas „grazil“.

Diego Wegner, Berlin-Lichtenberg

Ihr Outfit gefällt mir, besonders die neue Schrifttype für den Fließtext und die neue Übersichtlichkeit der Seiten. Ich finde auch mehr Texte zur Gesundheit und zum Verbraucherschutz. Die vielen bunten Bilder müssten nicht sein, aber mir muss ja nicht alles gefallen.

Sabine Dieckmann, Berlin-Charlottenburg

Ich kann mich den lobenden Worten anderer Leser nur anschließen. Allerdings auch, dass ich ebenfalls den Börsenteil etwas ausführlicher erwartet hätte. Eine Kleinigkeit ist beim wunderbaren Wetterbericht leider sofort aufgefallen. Weshalb endet die „Berliner“ Ostsee bei Kühlungsborn? Gibt es nicht auch Timmendorfer Strand und Fehmarn?

Günter Pessel, Berlin-Zehlendorf

Lieber Tagesspiegel, graphisch ist Dein „Relaunch“ sehr gelungen!!! Bloß: bevor Du viele neue bunte „Bücher“ einführst, solltest Du den Hauptteil, also den politischen Teil, nicht so stiefmütterlich behandeln. Ich habe den Eindruck, der wird immer dünner. Ein bisschen mehr Berichterstattung, Hintergrund, Analyse und Debatte zu politischen Themen – das wäre schon schön.

Eckhard Berkenbusch, Berlin-Charlottenburg

Schon seit langem habe ich das Abo auf den Sonntag beschränkt. Ich überlege sehr, ob ich mich auch noch vom Restabo trenne. Der Grund: Ihr Blatt unterscheidet sich nicht mehr sehr viel von den Boulevardzeitungen und das nicht erst seit dem neuen Layout. Günter Gaus unter dem Thema Medien abzuhandeln, Anke Engelke aber die Seite 3 zu widmen und dann noch einmal die Seite 30, das ist unglaublich! Schätzen Sie das Niveau Ihrer Leser so niedrig ein?

Solveig Ulrich, Berlin-Zehlendorf

Nun hat die Spiel- und Spaßgeneration auch den Tagesspiegel erreicht! Als langjähriger Abonnent habe ich mich über das bisher neutrale Erscheinungsbild der Zeitung gefreut, die letzte Bastion der „alten Welt“ im Berliner Markt der bunten und reißerischen Tageszeitungen. Warum verändern, was gut ist? Die junge Lesergeneration als neue Zielgruppe wird sowieso mehr den Online-Teil der Zeitung lesen, als die gedruckte Ausgabe kaufen. Und die Abonnenten werden durch das neue Erscheinungsbild verschreckt. Ich werde mir jedenfalls eine Alternative suche. Ade, du neue Welt. Schade um ein gutes Stück Berlin.

Thomas Buch, Berlin-Reinickendorf

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