Leserbriefe : WINDENERGIE Heiße Luft (1)

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Betrifft: „Gegen die Radlosigkeit“ vom 2. April 2004

Gegen Ihren Artikel kann man viele Argumente vorbringen.

1. Strom billig erzeugen: Das wird von der Windkraft verletzt. Sie ist eine der teuersten Energieformen, die wir in Deutschland haben. Effekt: Wir verschlechtern unsere Wettbewerbsposition. In Europa steht Deutschland an Position 2 mit seinen Energiekosten, ein fragwürdiger Spitzenplatz.

2. CO2-Emission senken: Das tut die Windkraft nur vordergründig, denn zur Absicherung des unzuverlässigen Kandidaten Wind müssen thermische Kraftwerke in gleicher Größe vorgehalten werden. Wir erreichen: Wenn kein Wind, dann CO2.

3. Neue Technologien fördern: Das wird auch nur vordergründig erreicht. Ich empfehle die sehr kritische Information der Uni Bremen zu studieren. Deren Studie kommt zu der Schlussfolgerung: Per Saldo hat die Windkraft in Deutschland Arbeitskräfte gekostet. Und bei anderen Schlüsseltechnologien hat Deutschland bereits den Anschluss international verloren: In der Halbleitertechnik, die größte Industrie weltweit, die 1,7-mal so groß ist wie die Nummer 2, die Automobilindustrie, belegen wir einen unbedeutenden hinteren Platz. Von den potenziellen neuen Stars wie der Gentechnik ganz zu schweigen, die haben wir dank einer „segensreichen“ Verhinderungspolitik verschlafen.

4. Stromversorgung sicherer machen: Das erfüllt die Windkraft überhaupt nicht. Das Verhältnis von installierter zu ausgenutzter Kapazität wird durch sie in Deutschland schlechter, siehe oben.

Zusammengefasst: Die Windkraft wird nicht erreichen, was man von ihr erwartet.

Dr.-Ing. Ken-Peter Paulin, Berlin-Dahlem

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