Leserbriefe : Wo Untätigkeit tödlich sein kann

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Betrifft: „Gut gefahren“ vom 23. Juni 2004

Mein neunzehnjähriger Sohn gehörte nicht zu den statistischen Gewinnern der abnehmenden Zahl an Verkehrstoten. Er wurde im November 2003 von einem nach rechts abbiegenden Lkw getötet. Die Verkehrsführung und Ampelschaltung auf der Friedenauer Brücke sind lebensgefährlich. Der Senat trägt selbstverständlich nicht die Verantwortung für jeden Verkehrstoten dieser Stadt. Wenn jedoch Anwohner immer wieder auf besonders unfallträchtige Verkehrsführungen hinweisen und es passiert über viele Jahre hinweg nichts, können sich die zuständigen Entscheidungsträger der Senatsverwaltung für Verkehr ihrer Mitwirkung am Unfalltod mehrerer Menschen (nach meinen Informationen: drei) nicht entziehen: Auch Untätigkeit kann tödlich sein.

Kerstin Murr, BerlinFriedenau

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