Leserbriefe : Wunder geschehen

„VW schluckt Porsche / Wiedeking verliert Machtkampf und geht mit 50 Millionen Euro Abfindung“ vom 24. Juli

Porsche ist in den Miesen und muss Hilfe von Ölscheichs in Anspruch nehmen und Herr „Wie der König“ (ist hier der Name Programm?) erhält obendrein eine Abfindung in zweistelliger Millionenhöhe. Es stinkt zum Himmel!

All das hat mit ordentlicher kaufmännischer Führung eines bisher deutschen Traditionsunternehmens nichts mehr zu tun. Ausverkauf auf allen Ebenen und dann wundert man sich über die Folgen. Klaus Brüschke, Berlin-Buckow

Gibt es nicht in dieser Welt kleinkarierter Abfindungs-Egoisten noch Zeichen und Wunder? Ich meine: ja! Wer sonst auf Seiten der zu recht ausgemusterten Vorstände in diesem unserem Lande hat die Größe eines Wiedeking, der seine Abfindung nicht komlett für sich behält, sondern zur Hälfte dem Sozialwohl seiner Arbeiter und Angestellten zuwendet, als Ausdruck des Respekts und des Dankes für die „Zeiten jahrzehntelangen wunderbaren Zusammenwirkens“?! Könnte eine „Ruck“-Reaktion auslösen!

Friedrich-Wilhelm von Sell,

Berlin-Charlottenburg

Herr Wiedeking hat sich verzockt, damit die Zukunft der Porsche-Mitarbeiter riskiert und bekommt als Belohnung für seine unzureichende Arbeitsleistung (so nennt man das bei kleinen Arbeitnehmern, wenn sie Fehler machen) noch 50 Millionen Euro Abfindung. Dass er einen Teil davon in eine Stiftung einbringen will – gut und schön. Besser wäre es, er würde darauf verzichten. Denn das Geld für Wiedekings Abfindung muss Porsche erst einmal erwirtschaften. Preisfrage: Wie viele Porsches muss man verkaufen, um die Millionen wieder reinzubekommen? Alternativ: Wie viele Mitarbeiter müssen wegrationalisiert werden, um die Summe zusammenzubekommen? Wir werden sehen was passiert.

Klaus Winterberg, Berlin-Neukölln

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