Leserbriefe : Zeitkontingente helfen nicht weiter

„Frau Zielinskis knappe Zeit – Die alte Frau lebt im Heim und muss gepflegt werden. Aber wie?“ von Ariane Bemmer

vom 9. September

Die Hilfe, die Menschen nun mal benötigen, wenn sie alt werden und gebrechlich, in Tabellen aufzuführen, schreit geradezu zum Himmel. Die Wahrheit ist, dass wir Menschen Brot und Wasser genauso zum Leben brauchen, wie Hilfe zum Großwerden und Hilfe zum Altwerden. Tabellen und Reglementierungen, wie viel Zeit aufgewendet werden darf, bringen uns alle nicht weiter.

Für Kinder gibt es pro Gruppe im Kindergarten oder in der Schule soundsoviele Erzieher bzw. Lehrer. Es muss doch möglich sein, auch für hilfebedürftige, alte Menschen eine bestimmte Zahl von Pflegern, Helfern etc. zu bestimmen.

Wir brauchen dringend Menschen bzw. Politiker in unserem Land, die uneigennützig und mutig neue Wege gehen. Die Pflegeversicherung und die Leistungen daraus müssen total neu geregelt werden. So kommen wir kein Stück weiter. Bitte hören sie niemals damit auf, Artikel über dieses Thema zu veröffentlichen, solange bis auch der letzte Pflegenotstand beseitigt ist.

Traute Gust, Berlin-Mariendorf

„Pflegeheim mit Arzt – Berlin ist bundesweit Vorbild“ von Ingo Bach

vom 9. September

Endlich hat das Bundesministerium begriffen, wie wichtig angestellte Ärzte in Pflegeheimen sind. Der Vorschlag von Frau Schmidt auch niedergelassene Ärzte verbindlich in die Betreuung eines Pflegeheimes einzubinden, ist nicht konsequent. Gerade an Wochenenden kommt es zu notwendigen Diensten der Ärzte, die aber häufig ab Freitagmittag nicht mehr einsatzbereit sind. So kommt es dann dennoch zu notwendigen Einweisungen in Krankenhäuser, was man ja vermeiden möchte.

Ich hoffe im Interesse der betroffenen pflegebedürftigen Menschen, dass die neue Regelung bald greifen wird: Festangestellte Ärzte in jedem Pflegeheim.

Hartmut Albruschat,

Berlin-Wilmersdorf

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