Leserbriefe : Zu viel Lärm um nichts

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Betrifft: „Hier feiert der Homo sapiens“ vom 29. Juni 2003

Das war er also, der Christopher Street Day in Berlin im Jahre 2003. Angetreten und angemeldet als politische Demonstration, entpuppte er sich zum Abend bis in die tiefe Nacht hinein eher als Love Parade für Lesben und Schwule. Welcher OpenAir-Veranstalter hat in Berlin jemals solche Möglichkeiten eröffnet bekommen? Beim Kirchentag gingen vor Mitternacht die Lichter aus und jede Rock- und Popband muss in der Waldbühne, weit ab von der City, peinlich genau darauf achten, dass bis 23 Uhr der letzte Akkord erklungen ist. Der Anschein, für eine unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit stehende Demonstration gilt keine Lärmschutz- und sonstige Verordnung zum Schutze der Anwohner, drängt sich auf. Ein solches Vorgehen ruft dieselben Widerständler auf den Plan, die einst auch der Love Parade zu schaffen machten.

Sascha Zörner, Berlin-Moabit

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