Leserbriefe : Zu wenig liberal

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Betrifft: „Was darunter steckt“ vom 28. September 2003

Es gibt nicht den Islam. Und folgerichtig duldet der Islam auch nicht die Tötung Andersgläubiger. Und woher Herr Karasek seine Behauptung nimmt, der Islam würde kindlichen Selbstmordattentätern das Paradies versprechen, bleibt unklar. Herr Karasek vermischt alles, was ihm je an Bedrohlichem und Widerwärtigem untergekommen ist und malt so das Bild einer Religion, die angeblich nur so von Unterdrückung, Hass und Blut trieft. Das Christentum hingegen ist seiner Meinung nach eine moderne Religion, die ihre dunklen Tage längst hinter sich gelassen hat. Dabei scheint Herrn Karasek zu entgehen, dass die blutigen und mörderischen Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten keineswegs im Mittelalter oder in entfernten Religionen stattfanden, sondern im Europa des 20. Jahrhunderts.

Matthias G. Palm, BerlinCharlottenburg

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