Leserbriefe : Zweierlei Maß

„Bundesregierung gegen anonyme

Geburten“ von Marion Mück-Raab

vom 3.Dezember

Sind Mütter, die ihre Kinder in Babyklappen legen oder anonym entbinden wollen, Rabenmütter?

Nein, es steht immer ein Schicksal dahinter. Eine Frau, die verzweifelt ist und gleichzeitig eine Mutter, die will, dass ihrem Kind geholfen wird. Wer von uns will denn „den ersten Stein“ auf diese Mütter werfen ?

Ist es nicht zweizüngig, wenn behauptet wird : „verzweifelte Frauen würden verleitet, sich von ihren Kindern zu trennen statt Hilfe in Anspruch zu nehmen“? Und was tut die Bundesregierung dann beim Paragrafen 218? Hier ist es plötzlich legalisiert und über Kassenbeiträge abgesichert,dass Frauen sich von ihrem ungeborenen Kind trennen, statt Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Und wie ist es dann bei der Abtreibung mit den Vater- und Kinderrechten? Warum werden bei der Abtreibung die Vaterrechte außen vor gelassen und bei der Babyklappe fragt man nach den Vaterrechten? Warum wird hier beim Abwägen Babyklappe/Abtreibung mit zweierlei Maß gemessen?

Bettina Hilliger,

Berlin-Zehlendorf

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