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Leserkommentar : "Die Berliner Verwaltung hat keinen Sinn für Plätze"

18.10.2011 17:19 Uhrvon
Der Hanne-Sobek-Platz am Bahnhof Gesundbrunnen ist nach einem großen Hertha-Fußballer benannt. Doch er gleicht einer Müllhalde, schreibt unser Leser Ralf Rohrlach. Der Tagesspiegel sucht mit seinen Leserinnen und Lesern nach Orten im Stadtbild, die stadtplanerisch vernachlässigt werden und dringend eine Verschönerung brauchen. In dieser Fotogalerie finden Sie Beispiele. Senden Sie uns Ihre Ideen und Fotos an leserbilder@tagesspiegel.de.Bilder
Der Hanne-Sobek-Platz am Bahnhof Gesundbrunnen ist nach einem großen Hertha-Fußballer benannt. Doch er gleicht einer Müllhalde, schreibt unser Leser Ralf Rohrlach. Der Tagesspiegel... - Foto: Ralf Rohrlach

Es gibt viele Berliner Plätze, die keine mehr sind, meint unser Leser Alexander Bungard. Besucher müssen sich auf engen Gehsteigen vor dem Verkehr in Acht nehmen - auch am Hackeschen Markt. Machen Sie mit, schicken Sie uns ihre Bilder!

Es gibt viele Berliner Plätze, die keine mehr sind, z.B. der Walther-Schreiber-Platz in Steglitz. Der Hausvogteiplatz könnte ein schöner Platz sein, wenn er nicht ringsum von Straßen eingegrenzt wäre. Genauso der Breslauer Platz in Friedenau - ringsum von Straßen eingefasst. Die bezirklichen Behörden tun sich schwer, argumentieren mit Feuerwehrzufahrt. Dabei lässt sich diese auch bei durchgehender Pflasterung gewährleisten. Französische Städte bringen es fertig, das Stadtbild mit Plätzen ohne Straßenführung mit einer einfachen Pflasterung schön zu gestalten - in Berlin denken Behörden über "Schmuckpflaster", Springbrunnen u.

ä. nach. Die leben noch in der Waschbetonblumenkübelzeit!

Hackescher Markt in Mitte: Dort wurde ein buntes (provinzieller geht´s kaum!) Pflaster aufgebracht, ein Straßenbahnpausenplatz eingerichtet und die Straßenführung beibehalten. Unglaublich, wie sich die Menschenströme auf den engen Bürgersteigen bewegen müssen, wie Ampeln die ganze Atmosphäre versauen. Wie nähme sich da eine "Fußgängerzone" aus ohne Bordsteine, ohne Durchfahrtsverkehr? Wie sähe dieser Platz aus, wenn er einfach mit Granitsteinen durchgepflastert wäre? Die Berliner Verwaltung hat keinen Sinn für Plätze.

Beispiel Lustgarten in Mitte: Da wurde einst ein Millionenauftrag für ein Bushäuschen (!) ausgegeben. Schließlich wurde sich für eine bescheidene Lösung entschieden - und die ist besser als alle Architektenentwürfe! Beispiel in der Nähe Potsdamer Platz, zwischen Linkstraße und Gabriele-Tergit-Promenade: eine aufgeschüttete Wiese, an den Hängen ziemlich heruntergekommen. Warum so ein Monster, das die Sicht verstellt? Gartenarchitektenentwurf! Teuer! Scheint modern zu sein - siehe Potsdam. Beispiel Museumsinsel: Dort parken Reisebusse (!), die Straßenlandschaft dort könnte ein Platzensemble par excellence sein. Aber nein - Berlin lässt die Straßen mit Bordsteinen bestehen. Was könnte da für eine wirkliche Fußgängerzone sein - einfach gepflastert mit Granitsteinen ohne Autos, ohne Bordsteine. Den Sesselfurzern in der Verwaltung fällt eben nichts ein. Traurig.

Liebe Leserinnen und Leser: Gehen Sie auch oft an einem Platz vorbei, der dringend eine Verschönerung bräuchte? Senden Sie uns Ihre Fotos und Ideen an leserbilder@tagesspiegel.de. Neben der Möglichkeit, bei uns im Forum zu kommentieren und zu diskutieren (siehe die Kommentarfunktion etwas weiter unten auf dieser Seite), möchten wir Ihnen auch anbieten, uns ausführlichere Leserkommentare per E-Mail zu schicken, diese bitte an leserbriefe@tagesspiegel.de. Bitte schreiben Sie "Leserkommentar" in die Betreffzeile der E-Mail.

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