Libyen : Nationale Aufgabe

Der Ausschluss Libyens aus dem UN-Menschenrechtsrat war überfällig. Er beruhigt das Gewissen der Welt, hilft aber den Libyern nicht, die dem Terror und der Gewalt des Rest-Regimes von Muammar al Gaddafi ausgeliefert sind. So einig sich die Welt ist, dass der selbst ernannte Revolutionsführer jede Legitimation verloren hat und die Libyer vor ihrem Machthaber beschützt werden müssen – so schwierig ist die Frage, was die Welt dazu beitragen kann. Es mag zynisch klingen, aber solange Gaddafi nicht Zivilisten bombardieren lässt und ein Völkermord droht, darf der Westen nicht eingreifen. Die Opposition im Osten ist größtenteils gegen eine ausländische Intervention, soweit das zu erkennen ist. Zumindest zum jetzigen Zeitpunkt. Denn die Menschen im Osten haben sich selbst befreit und wollen nicht zum Spielball internationaler Akteure werden. Sollte sich erweisen, dass die Gaddafi-Truppen den Osten wirklich zurückerobern könnten, sähe die Lage anders aus. Dann drohte ein wahres Blutbad der Rache. Es kämen Hilferufe und die Welt könnte kaum zusehen. Darauf sollte sie vorbereitet sein – und bis dahin ihre Spezialeinheiten für Tyrannenmord trainieren. an

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