Libyen-Sanktionen aufgehoben : Geld, das nichts kostet

01.09.2011 17:26 Uhr

Die Royal Air Force in neuer Mission: Statt Bomben bringt sie nun Geld nach Libyen. Umgerechnet 1, 1 Milliarden Euro sollen schon auf dem Weg sein – das sind die Dinar, die noch Ex-Präsident Muammar Gaddafi in einer britischen Druckerei hatte drucken lassen und die im März eingefroren worden waren. Auch die EU hat ihre Sanktionen gegen libysche Häfen, Banken und Ölgesellschaften nun teilweise aufgehoben. Selbst die UN haben bereits einen Teil der eingefrorenen Gelder freigegeben. Damit reagiert die Welt schnell auf den Umbruch in dem nordafrikanischen Land. Und sie schickt das, was jetzt gebraucht wird: Cash. Damit die Übergangsregierung Löhne der Staatsdiener bezahlen kann, Banken und Geldautomaten versorgt sind und die Wirtschaft angekurbelt wird.

Das ist gut und richtig. Denn die Normalisierung des Alltags und die Versorgung der Bevölkerung ist in dieser Phase das Wichtigste, damit sich auch die neuen politischen Verhältnisse stabilisieren können und der politische Neuaufbau mitgetragen wird. Das Schöne daran ist, dass diese Hilfe die Welt bisher nichts kostet. Denn es sind libysche Gelder. Ansonsten fordern die Libyer bisher nicht viel. Sie brauchen keine Hilfe beim Brunnenbau oder Militärschutz, um Mädchen in Schulen zu unterrichten. So macht Helfen Spaß. an

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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