Meinung : Liebe Bayern, hört endlich auf zu heulen!

„Anhalter Bahnhof - München rechnet“

von Rüdiger Schaper vom 1. Juli

Natürlich neigt man nun nicht gerade zum Jubeln, wenn aus Sicht der Bayern finanzielle Abgaben an die ärmeren Bundesländer anfallen und wie im Fall der Hauptstadt Berlin vielleicht der Eindruck entsteht, dass die Gelder von unserem Senat – an der Spitze unser Herr Wowereit – geradezu „verprasst“ werden.

Offensichtlich haben aber die Bayern irgendwie vergessen, dass sie mehr als dreißig Jahre – nämlich seit Beginn der Bundesrepublik Deutschland – den höchsten Satz des Länderfinanzausgleichs bezogen haben.

Damit nicht genug, sie haben auch in der Zeit des Wirtschaftswunders in großem Maße Industrie abgeworben, nicht nur aus Berlin – vor dem Krieg übrigens die größte Industriestadt Europas –, sondern auch aus der damaligen Sowjetischen Besatzungszone. Einen zusätzlichen Aufschwung gab es dann auch noch durch die Olympischen Sommerspiele 1972 in München, und den wird es aller Wahrscheinlichkeit nach wieder bei der Vergabe der Olympischen Winterspiele nach München geben. Also bitte, liebe Bayern, hört endlich auf zu heulen. Ich würde es sehr begrüßen, wenn Euch das mal unsere Medien unter die Nase reiben würden.

Natürlich ist unseren bayrischen Freunden die stabile Wirtschaftssituation zu gönnen, aber auf der anderen Seite hat man schon manchmal den Eindruck, dass in unserer Republik eine Lobby existiert, die mit allen Möglichkeiten gegen einen Aufschwung in der Hauptstadt arbeitet – allen voran die Bayern.

Aber was sollen wir bei diesem Senat auch erwarten; trösten wir uns und feiern weiter.Manfred Potzies,

Berlin-Charlottenburg

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