Meinung : Lieber rechts als Kohabitation Gersters goldenes Jahrzehnt

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Die erste Wahlrunde der Parlamentswahlen in Frankreich hat gezeigt, dass die Strategie des wiedergewählten konservativen Staatspräsidenten Jacques Chirac aufgegangen ist. Der affärenbelastete und in weiten Teilen der französischen Bevölkerung sogar unbeliebte Präsident hat sich vor allem mit seinem Zugpferd, dem rechtsliberalen Premier Jean-Pierre Raffarin an der Spitze der Übergangsregierung, den gewaltigen Vorsprung vor den Sozialisten verschafft. Er kann sich nun zufrieden zurücklehnen und darauf warten, dass die Wähler ihm am 16. Juni die absolute Mehrheit in der Nationalversammlung bescheren. Die Linke hingegen steht vor einem Scherbenhaufen. Zwar hatte der Aufruf bei der Stichwahl zu den Präsidentschaftswahlen, gegen Rechtsextrem und damit für den politischen Gegner Chirac zu stimmen, die linken Stammwähler in Gewissensnöte gebracht und kurzfristig mobilisiert. Dies aber ist verflogen, wie auch die Rekordwahlenthaltung zeigte: Nur 64 Prozent der Wähler gingen an die Wahlurnen. Eindeutiger Vorteil des Wählervotums: Die lästige Kohabitation ist beendet. In Frankreich haben künftig die Konservativen das Sagen. Und die Rechtsextremen von Le Pen? Zwar sind sie nicht ganz von der Bildfläche verschwunden, aber fern von ihrem Traumwahlergebnis spielen sie keine bedrohliche Rolle mehr.sah

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