Liegenschaftsfonds : Berlin-Blockade

Und wieder wirft einer hin! „Auf eigenen Wunsch“ geht der Chef des Berliner Liegenschaftsfonds – so sagt man das, um die Form zu wahren. Holger Lippmann ist nach Vivantes-Chef Joachim Bovelet der zweite erfolgreiche Manager landeseigener Firmen, der binnen weniger Wochen hinschmeißt. Wenn aber gute Leute das Weite suchen, darf der Arbeitgeber auch mal selbstkritisch innehalten – in diesem Fall also: Berlins rot-schwarze Regierung und ihr parteiloser Finanzsenator. Ulrich Nußbaum und seine Verwaltung kontrollieren Vivantes und Liegenschaftsfonds – und das ist das Problem. Lange Zeit hat sich der Kassenhüter gegen eine neue Liegenschaftspolitik gewehrt, die landeseigenes Bauland nicht immer dem Meistbietenden zuschlägt. Die Prügel kassierte dafür der Liegenschaftsfonds. Diese schlechte Gewohnheit macht sich nun Berlins neue Wirtschaftssenatorin zu eigen. Cornelia Yzer drischt auf den Fonds ein, weil viele Firmen kein Bauland von Berlin erhalten, um wachsen zu können. Dabei weiß jeder: Es bewegt sich nichts, weil die Bezirke Nußbaums Baulandpolitik ablehnen, die Fraktionen eigene Ideen haben, und der Finanzsenator ein neues Gremium bilden will, das alle Flächen und deren Nutzungen „clustern“ soll. Blockaden allenthalben – auch wenn Nußbaum das heftigst bestreitet. ball

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