Linke Randale in Berlin : Brisante Mischung

Hausbesetzungen, demolierte Lokale, Steinwürfe, Brandanschläge auf Autos – mit einer Gewaltwelle melden sich die seit dem G-8-Gipfel vor einem Jahr fast völlig abgetauchten Linksradikalen zurück.

Und noch sind die „Freiraumtage“ nicht vorbei. Was sie Freiraum nennen, bedeutet Terror: Sie schränken den Freiraum all jener Menschen ein, die um ihren Mittelklassewagen fürchten müssen, sie machen ganze Bezirke zur No-drive-Area. Anders als 2007 aber geht es nicht gegen die fernen Führer der Welt, sondern um die Entwicklung im nahen Berlin. Steigende Mieten, der niedrigste Wohnungsleerstand seit zehn Jahren, abnehmende Freiräume durch einen Bauboom und Großprojekte wie Mediaspree, Verdrängungsdruck durch eine zahlungskräftige Klientel für luxuriöse Wohnprojekte – aus dieser Mischung, die auch normale Berliner beunruhigt, schlagen Linksradikale ihre Funken. Nur mit Polizei allein, so souverän sie auch reagiert, ist es nicht getan. Es ist Aufgabe der Politik, zu verhindern, dass sich die Randalierer als jene aufspielen können, die die Probleme der Stadt ernst nehmen. gn

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