Meinung : Lufthansa: Piloten in immer dünnerer Luft - Beim Piloten-Streik wird es ernst

Rolf Obertreis

Viele wären froh, wenn sie mit ihrem Arbeitgeber um solche Zuschläge feilschen könnten. Die Piloten der Lufthansa und von Condor wissen, dass ohne sie kein Jet in den Himmel steigt. Deshalb bleiben sie hartnäckig und stur. Der Lufthansa-Vorstand bekommt es zu spüren. Jeder Streiktag kostet einen zweistelligen Millionenbetrag. Die am Ende sicherlich deutlich höheren Pilotengehälter schlagen noch einmal mit dreistelligen Millionenbeträgen zu Buche. Der erhoffte Milliardengewinn der Lufthansa in diesem Jahr ist damit futsch. Zwar wird heute erst zum zweiten Mal gestreikt. Auf großes Verständnis in der Öffentlichkeit dürfen die Piloten dennoch nicht mehr hoffen. Am vergangenen Freitag war das noch anders.

106 000 Mark garantiert, dazu ein schöner Bonus für einen jungen Piloten, der zum ersten Mal neben einem Kapitän im Cockpit sitzt. Ein ansehnlicher Betrag. 338 000 Mark für einen erfahrenden Jumbo-Chef sind auch nicht von Pappe. Die Gewinnbeteiligung von 56 000 Mark nicht zu vergessen. Auch das kann sich sehen lassen. Da kommt schnell Neid auf. Aber Nüchternheit ist angeraten. Niemand unterschätzt die hohe Verantwortung, den Stress und die außergewöhnliche Belastung der Piloten mit 200, manchmal auch 500 Menschen an Bord.

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