Männer und Frauen : Es ist die Biologie

Männer sind im Sport besser als Frauen, daran lässt sich nichts ändern, findet Tagesspiegel-Kolumnist Harald Martenstein. Auf die Gendertheorie konnten seiner Meinung nach nur Kinderlose mit wenig Kontakt zu Kindern kommen.

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Unser Autor Harald Martenstein.
Unser Autor Harald Martenstein.Foto: ddp

Es hängt mit der Biologie zusammen. Das ist doch auch überhaupt kein Problem. Frauen sind in anderen Sachen besser, zum Beispiel im Kinderkriegen. Auch das hängt mit der Biologie zusammen.

Reduziert man, wenn man auf diese Tatsache hinweist, die Frauen auf das Kinderkriegen? Plädiert man für einen Gebärzwang? Nein. Spricht der Satz „Männer sind im Sport besser“ irgendwie gegen die Gleichberechtigung? Nein.

Dass Frauen und Männer die gleichen Möglichkeiten bei der Suche nach ihrem Lebensglück haben müssen, ist eine Binsenweisheit, der niemand mehr widerspricht. Sie sind aber trotzdem verschieden. Diese Aussage, behaupte ich, wird fast jede Person unterschreiben, die einmal einen Jungen und ein Mädchen nebeneinander hat aufwachsen sehen. Auf die Gendertheorie konnten nur Kinderlose mit wenig Kontakt zu Kindern kommen. Die Gendertheorie besagt, dass „Geschlecht“ im Wesentlichen eine soziale Konstruktion sei, eine Idee, veränderbar. Es gibt mehr als 100 Genderprofessorinnen in Deutschland, denen, soweit bekannt ist, ein Beweis für die Grundlage ihrer Wissenschaft bis heute nicht gelingen wollte. Ich schlage vor, dass die Genderprofessorinnen, um Übung zu bekommen, erst einmal beweisen, dass die Erde eine Scheibe ist, dieser Beweis ist einfacher.

Weil Männer im Sport besser sind, hat Männersport beim Publikum in der Regel mehr Erfolg. Diese Tatsache bedeutet nicht, dass Frauensport uninteressant oder langweilig sein muss, es gibt ja auch zahllose weibliche Sportstars. Die Sportarten sind auch nicht alle gleich, bei manchen sind die Unterschiede größer, bei anderen geringer. Aber im Durchschnitt kommt Männersport beim Publikum besser an, und da werden auch Umerziehungsmaßnahmen wenig bewirken. Eine Band, zu deren Konzerten 50 000 Leute kommen, kann eine höhere Gage verlangen als eine Band, die vor 1000 Leuten spielt – aus dem gleichen Grund werden männliche Fußballprofis besser bezahlt als weibliche. Im Showgeschäft und im Profisport ist der Grundsatz „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ eben nicht umzusetzen. Die Sängerin Madonna bekommt eine höhere Gage als der Sänger Gunter Gabriel, auch wenn sie beide gleich lang singen und sich beide gleich viel Mühe geben. Ist das ungerecht? Macht derjenige, der dies erwähnt, den Sänger Gabriel schlecht oder verspottet seine Fans? Nein.

Gestern Abend habe ich mir übrigens das Fußballspiel der Deutschen gegen Japan angeschaut. Aus Interesse. Nicht aus politischen Gründen. Wenn man etwas aus politischen Gründen gefälligst gut finden soll, etwa ein Lied oder ein Buch oder einen Sport, dann, so finde ich, muss man rebellieren.

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