MAGDI ALLAM : „Die Moscheen sind ein Terrornetzwerk“

Wie sich der italienische Journalist und Muslim Magdi Allam Feinde macht.

Paul Kreiner

Wenn Magdi Allam vor Islamisten warnt, lässt er sich den Mund nicht verbieten: „Man bekämpft Halsabschneider ja nicht, indem man sich Zungenabschneidern anvertraut.“ Magdi Allam ist selber Muslim. Vor 55 Jahren in Kairo geboren, lebt er seit dem Soziologiestudium in Italien. Als Journalist trägt bei der Tageszeitung „Corriere della Sera“ den Titel eines „Vizedirektors“ – und wird auf Schritt und Tritt von der Polizei geschützt.

Denn Allam hat sich Feinde gemacht im muslimisch-fundamentalistischen Lager. Er wettert gegen die Moscheen, die in Italien aus dem Boden schießen wie Pilze – „alle vier Tage eine neue“ – die sich jeder Kontrolle entziehen und „Predigtstätten des Todes“ seien.

Seit Jahren will Allam die Italiener wachrütteln, ihnen eintrichtern, dass sie sich ihrem „naiven Gutmenschentum“ ihr eigenes Grab schaufeln. Er veröffentlichte – lange als Einzelkämpfer – Predigten dubioser Imame, die von einer „Vernichtung der Ungläubigen“ sprechen und zur Gewalt aufstacheln. Italienische Gerichte, so Allam, betrachteten solche Äußerungen als legitim im Rahmen der Religionsfreiheit. Dabei sei „die wahre Waffe des islamistischen Terrors nicht der Sprengstoff, sondern die Gehirnwäsche, die Menschen zu Robotern des Todes macht“.

Allam ist ein systematischer Grenzgänger. „In perfekter Übereinstimmung“ befindet er sich mit Papst Benedikt XVI., was dessen „Regensburger Vorlesung“ betrifft, und bei einer Demonstration gegen die Christenverfolgung in islamischen Ländern rief Allam: „Wir alle sind Christen!“

Jetzt hat der „weltliche Muslim“ Allam die Provokation weiter getrieben. Sein neues Buch „Viva Israele!“ singt ein Loblied auf Israel. Der Angriff auf das Existenzrecht Israels ist für ihn der Kern des Weltübels schlechthin. Eine „Zivilisation des Lebens“ dürfe das Lebensrecht der Juden nicht bestreiten. „Viva Israele“ steht in den italienischen Bestsellerlisten; dem Autor aber hat es noch stärkere Anfeindungen eingetragen. Allam sei in seiner Schwärmerei übers Ziel hinausgeschossen, merken noch die nüchternsten Kritiker an; das Buch sei Zeugnis einer „im Seelengewitter“ geschehenen „Sturm- und-Drang-Bekehrung“, schreibt „La Repubblica“. Allam scheint einen sehr persönlichen Weg gegangen zu sein: seinen im Juni geborenen Sohn hat er „Davide“ genannt – nach jenem alttestamentarischen König, der zwar auch dem Koran eine Autorität, aber eher ein Symbol für Israel ist.Paul Kreiner

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