Maroldt antwortet : "Zu Tegel ist das letzte Wort gesprochen"

Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt antwortet unserer Online-Community und erklärt im Video, warum es keine Alternative zur Schließung von Tegel gibt.

Jana Demnitz
Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt.
Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt.Foto: Tsp

Im Juni 2012 macht Tegel endgültig die Pforten dicht. Nach Tempelhof ist das der zweite innerstädtische Flughafen in Berlin, der innerhalb weniger Jahre den Betrieb aufgibt. Aber was soll aus dem Areal werden? Bisher hatte die Politik noch nicht viel zu bieten, obwohl der Senat Tegel als "Zukunftsort" erklärt hat. Nur drei Monate vor dem finalen Ende sagt unser Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt in seinem Kommentar "Absturz nach Landung", der Senat kümmert sich nur wenig. Weder gibt es eine professionelle Vermarktung des Geländes, noch eine vernünftige Infrastruktur für Neuansiedlungen von Unternehmen. Eine Debatte, die stark an die politische und öffentliche Auseinandersetzung um die Gestaltung des ehemaligen Flughafens Tempelhof erinnert. Und so fragt unser Leser „plus8“: "Warum Tegel nicht als Flughafen weiternutzen?"

Unser Leser „phantomias“ empfindet den Kommentar von Lorenz Maroldt hingegen ein wenig ungerecht. "Solch einen Artikel hätte man sich mal vor der Schließung von Tempelhof gewünscht. Die Volksabstimmung wäre dann vielleicht anders ausgegangen - damals hat sich das aber keiner zu schreiben getraut."

Unsere Leserin „josieberlin“ merkt zu dem Kommentar an, dass auch der neue Innensenator Frank Henkel keinen Schwung in die Zukunftsdebatte bringt. Sie schreibt: "Wer gehofft hatte, dass Henkel vielleicht etwas mehr Kompetenz beisteuern würde, sieht sich enttäuscht."

Lorenz Maroldt kritisiert in seinem Artikel auch konkret, dass selbst für eine sinnvolle Zwischennutzung nicht einmal eine U-Bahnanbindung in der Nähe ist. Unser Leser „oelfredi“ hält dagegen: "Es gibt sogar eine U-Bahnanbindung, die aber kurioserweise niemand zur Kenntnis nimmt. In nur 200m Entfernung gibt es den U-Bahnhof Otisstraße. Der (noch) Flughafen besteht aus einem Nord- und einem Südteil."

Wir haben unseren Chefredakteur Lorenz Maroldt mit den Fragen und Aussagen der Tagesspiegel-Community konfrontiert. In unserem Video sehen Sie seine Antworten an unsere User.

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