Masernerkrankungen in Berlin : Gegen die Natur

Gerade treffen sich Tausende von Infektionsexperten in Berlin zu einem Kongress – und können vor Ort studieren, was es bedeutet, wenn sich zu wenige impfen lassen. Denn in Berlin sind die Masern aufgeflackert, obwohl eine Impfung gegen diese potenziell gefährliche Virusinfektion schützen kann. Inzwischen sind es mehr als 100 Fälle, viele werden in Kliniken behandelt. Zwar mögen es mitunter Bequemlichkeit oder Vergesslichkeit sein, die einen Impfschutz verhindern. Oft sind es aber Vorbehalte gegen die Impfung. Denn in Deutschland sind Berlin, Bayern und Baden-Württemberg Masernhochburgen, Bundesländer also, in denen ein ebenso grün-alternatives wie bürgerliches Milieu „Schulmedizin“ und Pharmaindustrie skeptisch gegenübersteht und auf Selbstheilungskräfte und die tiefe Güte von Mutter Natur vertraut. Aber Masernviren sind nicht nett, und sie denken gar nicht daran, das Immunsystem zu stärken, sie schwächen es sogar. Es ist ein Mix aus Mythen und Fehlinformationen, der der Impfmüdigkeit Vorschub leistet und die Idee, Europa von den Masern zu befreien, illusorisch macht. Die Nebenwirkungen der Impfung können lästig sein, die Krankheit selbst jedoch kann qualvoll verlaufen und tödlich sein. Das sollte sich klarmachen, wer sein Kind nicht impfen lässt. wez

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