Meinung : Matthies meint: Das Ende von Biene und Blümlein

Man wird ja ganz dumm im Kopf bei all diesen Debatten. "Prinz Charles hält Plädoyer für Lesben" hieß es gestern in einer Agenturmeldung. Der auch noch! dachten wir, aber bei näherem Hinsehen war es nur ein Plädoyer fürs Lesen. Aber was weiß man schon noch? Zum Beispiel: Wie entstehen Babys? Früher hieß es, grob zusammengefasst, Biene und Blümlein müssten sich unbedingt ganz doll liebhaben, heute reicht schon ein einsamer Forscher mit drei Pipetten und einem Löffel Zellmaterial. Alle murksen an irgendwelchen nobelpreisverdächtigen Zeugungsakten herum, klonen Starmodels und kreuzen Pantoffeltierchen mit Heringssalat; in Australien haben sie jetzt aus einer Mäuseweibchen-Eizelle und einer Mäusemännchen-Körperzelle einen Embryo gebastelt. Die Körperzelle, heißt es, hätte auch weiblich sein können - womit der Mann ganz aus der Sache raus ist, wenn er nicht bald einen Weg findet, die Embryonen wenigstens austragen zu dürfen. Und was Bienen und Blümlein und Liebhaben angeht: Das Zeug können wir wohl wirklich vergessen.

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