Meinung : Matthies meint: Der Chef in der Mobilitätskrise

Ein kleiner Blick in die Arbeitswelt. Mobilität ist gefragt! Gestern Hauswart in Castrop-Rauxel, heute Key-Account-Manager in Friedrichshain, übermorgen selbstständiger Imker im Lappwald. Die Dinge ändern sich so schnell, dass der Weg zum eigentlichen Problem wird: Man hätte gern den Job in Canberra, aber der nächste Flieger geht erst in 36 Stunden, und da hat der Mann aus Neuseeland längst unterschrieben. Doch auch bestehende Arbeitsverhältnisse geraten mehr und mehr unter Zeitdruck, ja, wir müssen erschreckt zur Kenntnis nehmen, dass selbst die Beamtenschaft ... Ausgerechnet einer der Diskretesten unserer Republik, Generalbundesanwalt Kay Nehm, offenbarte das jetzt durch einen Dienstunfall: Er hat sich das Bein gebrochen - nicht beim Absturz des Dienst-Jets, sondern beim Fahren mit dem Tretroller durch die Korridore seiner Behörde. Kein Zweifel: Ermitteln muss schnell gehen. Aber warum flitzt der Chef selbst, statt die Abteilungsleiter anrollen zu lassen? In Wahrheit sehen wir hier die Zeichen einer Krise der Chefs, die an ihrer Rolle irre werden. Wenn Ihrer wieder einmal Selbstgespräche führt: genau hinsehen! Wahrscheinlich hat er nur die Freisprechanlage um.

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