Meinung : Matthies meint: Due renti, per favore

Rente - das ist Lotterie: Man zahlt sein Leben lang und fällt dann beim Anblick des ersten Bescheides tot um. Dennoch stecken die Versicherungsträger ewig knietief in den Miesen, was auf ein gewisses Missmanagement schließen lässt. Aber worin wäre es zu finden? Der Vorstoß der Kaffeeröster von Tchibo, die gestern mit dem Verkauf der Riester-Rente begonnen haben, weist uns den Weg, halbherzig zwar, aber deutlich. Denn unkontrollierter Kaffeegenuss erhöht bekanntlich das Infarktrisiko nicht weniger als die Neigung zu fetten Butterstullen. Kaffeetrinker leben also gefährlich, und sie sind für einen Rentenverkäufer deshalb eine interessante Zielgruppe. Doch es gibt interessantere: Eine Zusatzrente, exklusiv vertrieben über Tabakwarengeschäfte, könnte das Tchibo-Preisniveau noch einmal deutlich unterbieten. Ja, so kommt das Geschäft in die Gänge, und sicher wird sich ein Weg finden, auch die notorischen Säufer und Glatteisraser rentenmäßig zu interessieren. Bis es so weit ist, bitten wir Tchibo noch um ein wenig Lebenshilfe: Nimmt man den echten Riester mit geschäumter Milch oder Sahne? Lohnt es sich, ihn mit Filter zuzubereiten, oder gibt nur das Umlageverfahren volles Aroma? Am einfachsten ist der Kauf selbst - das kann jeder Gardasee-Urlauber: Due renti, per favore.

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