Meinung : Matthies meint: Kleiner Vorschlag zur Senderfusion

Die meisten Zukunftsfragen von Berlin und Brandenburg sind gelöst. Das gemeinsame Land, das nach der Haushaltssanierung ca. im Jahr 2140 kommt, wird nicht Preußen heißen, sondern Brandenburg, seine Hauptstadt wird Potsdam sein und seine Verfassung demokratisch. Schwieriger ist die Sache mit dem gemeinsamen Sender. Sollten sich SFB und ORB zusammenfinden, was schneller gehen wird, dann haben die Verantwortlichen schon jetzt die Auswahl unter rund tausend Namensvorschlägen. Sie schwanken zwischen technokratisch (Neue Welle Berlin-Brandenburg), brav (Havelfunk), doof (Nante Radio) und superdoof (Ikke Berlin-Brandenburg) - und klingen allesamt, als hätten die Hörer nur die Wahl zwischen Bernhard Brink, Ireen Sheer oder dem Duett der beiden Schlagerfürsten. So nicht! In der langen Liste geht indessen ein genialer Name unter, der noch nicht richtig aufgefallen ist: SFOR. Für "Sender Freier Ostdeutscher Rundfunk", besser wohl: "Sender für ostdeutsche Regionalthemen". Das ist es! Nimmt aus jedem der alten Namen zwei Buchstaben auf, vermeidet die Worte "Berlin" und "Brandenburg", und, wichtiger, der Sender ist damit auf lange Zeit jeden Tag in der Zeitung. SFOR stellt Karadzic, SFOR-Reporter waren dabei, SFOR verstärkt Präsenz in der Prignitz ... Und am besten: Die quälende Suche nach dem nächsten Intendanten wäre schon beendet. Denn da kommt natürlich nur General Schönbohm in Frage.

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