Meinung : Matthies meint: Late-Night-Kinderprogramm

Ach, das war ein schönes Jahr vor der Glotze. Innovationen! Das Jungvolk wartete geduldig darauf, dass sich unter den knisternden Bettdecken im Big-Brother-Haus irgend etwas bewegte, die Älteren hielten es eher mit "Wer wird Millionär?" und dem Gefühl des Hätte-ich-auch-beantworten-können. Und dann war da Stefan Raab, der es geschafft hat, dem Schniedelwutz in all seinen sprachlichen Ausprägungen ein Forum zu bieten; ihm ist es endlich gelungen, eine Sendung für Vorschulkinder im Spätabendprogramm zu etablieren. Raab weiß auch, wie es weitergeht: Er hat jetzt die Form des Millionärs-Quiz in die eigene Sendung übernommen, wo er dem Schniedelwutz ... Crossover! Synergien! So geht es zur Hundert-Prozent-Quote: Raab geht mit offener Hose ins Big-Brother-Haus und stellt den Kandidaten Fragen. "Der Bundeskanzler heißt a) Schluck, b) Gurke, c) Bockwurst, d) Schröder." Wer es weiß, wird wegen Überqualifizierung hinausgeworfen und muss nie wieder fernsehen.

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