Meinung : Matthies meint: Liebesgeflüster im Sozialpalast

Heute ein wenig aus dem Leben der Reichen. Der Reichen? Naja: Das sind diese Leute, die auf die Frage nach der Uhrzeit immer "November?" antworten oder "Noch einen Caipirinha, bitte!" Sie haben ihre weiß getünchten Villen, Raffaello-leicht, dicht am blauen Wasser gebaut, sie zahlen dem Butler unaufgefordert zweifünf über Tarif, und es rascheln immergrüne Palmen, wohin sie auch ihren Fuß setzen. Herrlich, möchte man meinen, aber Geld allein ... Auf den Inseln des Südpazifik nämlich zählt es nach einer aktuellen Untersuchung zu den größten Lebensrisiken, von einer Kokosnuss entweder erschlagen zu werden oder über sie zu stolpern, was in beiden Fällen häufig tödlich endet. Macht nichts, ließe sich jetzt einwenden, dann ziehen wir mit unseren Millionen eben in ein Apartment an der Upper East Side, da gibt es keine Kokosnüsse. Aber dafür wohnt dort Cindy Crawford, und das scheint eher schlimmer zu sein; Nachbarn klagen über Türenschlagen, Telefonklingeln, Toilettenrauschen und offenbar sehr lautstarkes sog. Liebesgeflüster. Die erste Klage ist bereits eingereicht, es scheint was dran zu sein. Dass das Model sich daneben benimmt - geschenkt. Aber wie steht es um die berühmten, aus Film und Fernsehen bekannten New Yorker Wohnungen, wenn dort sogar das Telefonsignal durch Marmorwand und Ebenholz-Täfelung dringt? Wir sehen: Sozialpaläste gibt es überall, auch für Millionäre. James, noch einen Caipirinha, bitte!

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