Meinung : Matthies meint: Neues vom Rauschebart

Der Papst ist katholisch, na klar. Aber war Karl Marx Kommunist? Man muss sich solcher Grundsatzfragen immer wieder einmal vergewissern, zumal in Zeiten, da die Schubladen klemmen, in denen wir die politischen Parteien routinemäßig lagern. Doch die Zeichen stehen auf Konfrontation und das Brandenburger Tor leuchtet blutrot, illuminiert vom Widerschein der Theorien des linkssozialistischen Lagers, jedenfalls in den Augen der CSU. Für den Abwehrkampf wird daher jedes Stückchen Munition dringend gebraucht. Da ist es gut, zu wissen, dass Marx, der vermeintlich gütige Rauschebart mit den brisanten gleichmacherischen Theorien, eine mehr als zweifelhafte Vergangenheit durchlebte. In seiner Bonner Studentenzeit hat er, wie jetzt bekannt wurde, wegen "nächtlichen ruhestörenden Lärms und Trunkenheit" einen Tag im Karzer der Universität verbracht. Außerdem musste er sich in Köln wegen verbotenen Waffenbesitzes verantworten. Typisch kommunistische Verstellung: Später fiel der werdende Meisterdenker seinen Professoren nur noch durch Fleiß sowie sittliche und ökonomische Stabilität auf. Und doch: ein bewaffneter Randalierer und geistiger Eierwerfer. Und der Kollege Engels? Ist der beiden Manifest nicht durchzogen von einer unterschwellig homoerotischen Komponente? Ein Gespenst geht um in Europa. Aber ist das nun gut so?

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