Meinung : Matthies meint: No Risk, No Fun

Daneben. Schon wieder daneben! Gerade haben NASA-Wissenschaftler das getan, was sie immer tun: Erst die Welt erschrecken - und dann mitteilen, man habe sich leider um irgendeine soundsovielte Stelle hinter dem Komma verrechnet. Deshalb wird also der Asteroid mit 60 Metern Durchmesser die Welt nicht im Jahre 2030 mittschiffs halbieren, sondern 41 Jahre später weit vorbei fliegen. Es liegt nahe, dies als großes Glück einzustufen, zumal ja die wenigsten von uns dann noch den Wahrheitsgehalt der Prognose überprüfen können. Doch das wäre kurzsichtig und ließe völlig die Chance außer Acht, die sich aus einem präzise vorhersehbaren Ende der Welt für die Menschheit ergeben können. Zum Beispiel die Rentenversicherung. Wir würden das lästige Beitragszahlen einstellen und die BfA-Milliarden hemmungslos verjuxen können. Auch die lästigen Wahlkämpfe könnten unterbleiben, denn wer braucht schon noch eine neue Regierung für die paar übrig gebliebenen Jahre? Religiös motivierte Auseinandersetzungen wären sinnlos, wenn alle Götter sich gleichermaßen als inkompetent erweisen, und auch die üblichen politischen Streitigkeiten kämen zum Erliegen. Ja, sogar die Sache mit der Leitkultur würde der CDU zu fad, wenn absehbar ist, dass Goethe und Löns, römisches Recht und deutscher Schäferhund ebenso im All zerbröseln wie die fremdländischen Ayatollahs und andere Kannibalen. Kurz: Es wäre eine höllisch tolle Zeit vor dem Knall. Hallo, NASA: Könntet ihr die Sache noch mal ganz in Ruhe von vorn durchrechnen?

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